15. September 2026

Warum CO2-Entnahmen für Unternehmen unvermeidbar werden

Lesezeit: 12min

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Unternehmen können den Großteil ihrer Emissionen reduzieren, aber nicht alle. Was trotz hoher Effizienzmaßnahmen und der Umstellung auf saubere Energie übrig bleibt, muss der Atmosphäre entzogen werden.

Bis vor Kurzem war der Kauf von CO2-Entnahmen eine Entscheidung einiger weniger Vorreiter, meist aus dem Kreis der Big Techs. Heute schreiben Regulierungsbehörden und Organisationen, die Klimavorgaben für Unternehmen festlegen, CO2-Entnahme zunehmend direkt in ihre Regeln.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Netto-Null-Ziele lassen sich ohne CO2-Entnahmen nicht erreichen, da verbleibende Restemissionen neutralisiert werden müssen.

  • SBTi V2.0 und die EU CRCF schaffen inzwischen einen formalen Rahmen für den Einsatz von CO2-Entnahmen.

  • CO2-Entnahmen machen in 2025 nur rund fünf Prozent der stillgelegten CO2-Zertifikate aus. Das zeigt das Wachstumspotenzial des Marktes.

  • Nicht das Label „Removal“ entscheidet über den Werterhalt eines Zertifikats, sondern seine Qualität.

Vom freiwilligen zum hybriden CO2-Markt

CO2-Märkte, auf denen eine Tonne CO2 einen Preis hat, unterscheiden sich in drei Formen:


  1. In einem Compliance Carbon Market wie dem EU-Emissions Trading System begrenzt eine Regulierungsbehörde die Gesamtemissionen und gibt eine begrenzte Anzahl an Emissionsberechtigungen aus. Unternehmen können nur bereits zugeteilte Rechte kaufen oder verkaufen. Auf diese Weise bleibt der maximale Gesamtausstoß an Emissionen trotz des Handels begrenzt.

  2. Im Voluntary Carbon Market (VCM) kaufen Unternehmen verifizierte CO2-Zertifikate. Jedes Zertifikat steht für eine Tonne CO2, deren Emission durch ein Projekt vermieden oder aus der Atmosphäre entfernt wurde. Die tatsächliche CO2-Entnahme wird regelmäßig von einem unabhängigen Standard geprüft. 

  3. Der hybride Markt: Derzeit entsteht diese dritte Form. Nach freiwilligen Standards erzeugte Zertifikate können zunehmend auch in regulierten Systemen eingesetzt werden. Dadurch verbinden sich die beiden Märkte. Es entsteht eine regulatorisch getriebene Nachfrage nach Zertifikaten aus Klimaschutzprojekten zur CO2-Vermeidung oder -Entnahme.

Dieser Artikel beschäftigt sich vor allem mit der zweiten und dritten Form und damit, warum CO2-Entnahmen in beiden Bereichen immer wichtiger werden.

Was sind CO2-Entnahmen? 

Eine CO2-Entnahme (englisch Carbon Dioxide Removal, kurz "CDR") bezeichnet jede Aktivität, die CO2 aus der Atmosphäre nimmt und langfristig speichert. Das kann durch natürliche Prozesse geschehen, etwa durch Wälder, die Wiederherstellung von Mooren, oder durch Technologien wie Pflanzenkohle (Biochar), Direct Air Capture oder die Abscheidung von CO2 aus Biomasse mit anschließender unterirdischer Speicherung.

Während Emissionsreduktionen verhindern, dass CO2 überhaupt in die Atmosphäre gelangt – etwa durch die Zerstörung von Methan auf Deponien oder die Vermeidung von Entwaldung – zielen CO2-Entnahmen darauf ab, bereits vorhandenes CO2 aktiv aus der Atmosphäre zu entnehmen.

CO2-Märkte zählen nur zusätzliche, vom Menschen verursachte Entnahmen, nicht das CO2, das der Planet ohnehin von selbst aufnimmt.


Beispiele für CO2-Entnahme-Methoden

CO2-Entnahmen werden zur strukturellen Notwendigkeit

Drei Kräfte treiben diesen Wandel voran:

  • Die Wissenschaft bestimmt die Größe der Entnahmen.

  • Net-Zero-Ziele und Standards wie SBTi oder ISO 14068 definieren den Zeitrahmen.

  • Regulierung schafft die erste verpflichtende Nachfrage.

Diese drei Kräfte zusammen transformieren CO2-Entnahmen weg von den freiwilligen CO2-Märkten hin zu einer Anlageklasse mit begrenztem Angebot und einer klar definierten Käufergruppe.

Die These lautet nicht, dass Entnahmen besser sind als Emissionsreduktionen.

Eine Analyse von Calyx Global zeigt: Eine Tonne vermiedenes CO2 und eine Tonne entnommenes CO2 wirken auf die Atmosphäre exakt gleich, und die Qualität schwankt in beiden Kategorien gleichermaßen stark.

Das Argument hier ist enger gefasst und gerade deshalb stärker. Für die Emissionen, die nach Ausschöpfung aller anderen Maßnahmen verbleiben, sind Entnahmen das einzige verfügbare Instrument.

Damit werden sie von einer optionalen zu einer notwendigen Investition.

Leider fehlt es bislang bei Weitem an ausreichend Kapital für die Frühphasen der Klimaprojekte, um CO2-Entnahme-Zertifikate in der erforderlichen Qualität und Menge herzustellen.

1.750-mal mehr technologiebasierte CO2-Entnahmen werden benötigt

Die menschliche Aktivität verursacht derzeit rund 42 Milliarden Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr. Gleichzeitig werden etwa 2,2 Milliarden Tonnen CO2 entfernt. 

Um die Erwärmung bis 2100 auf 1,5 Grad zu begrenzen, muss die jährliche Menge an CO2-Entnahmen bis 2050 auf rund 8,75 Milliarden Tonnen ansteigen.

Das entspricht einer Vervierfachung gegenüber dem aktuellen Stand.

Dabei geht es nicht nur um die zu entfernende Menge insgesamt, sondern auch um den Anteil technologiebasierter Verfahren daran.

Derzeit sind das nur 0,1 Prozent. In den Paris-kompatiblen Szenarien liegt der Anteil 2050 bei rund 40 Prozent (State of Carbon Dioxide Removal).

Naturbasierte Entnahmen sind günstiger und schnell skalierbar. 

Die Methoden der Entnahme müssen aber angepasst werden an die Lebensdauer der Gase, die sie aus der Atmosphäre entziehen sollen.

Die Neutralisierung erfordert dauerhafte Speicherung: Jahrzehnte bis tausende von Jahren. 

Technische CO2-Entnahme-Methoden wie Pflanzenkohle, Direct Air Capture und BECCS schaffen das. Um die Klimaziele zu erreichen, müssen bis 2050 jährlich 3,5 Milliarden Tonnen allein durch technische, dauerhafte Methoden entfernt werden.

Das entspricht einer Skalierung um ungefähr das 1.750-Fache innerhalb einer einzigen Generation. 

Um diese Lücke zu schließen, müssten die technischen CO2-Entnahmen in einem Tempo wachsen, das mit dem von Solarenergie und Elektrofahrzeugen vergleichbar ist, nur schneller. 

Dies erfordert jahrzehntelange Investitionen in CDR-Projekte, die bereits heute durch eine bezahlte Nachfrage an Zertifikaten angestoßen werden.

Warum Unternehmen ihre Budgets für CO2-Entnahmen erhöhen müssen

Klimakrise allein reicht nicht aus

Zu wissen, dass sich die Welt in einer Klimakrise befindet, reicht nicht aus, um Märkte zu verändern. Wirtschaftliche Anreize, Reputation der Unternehmen, öffentlicher Druck, Standards und Regulierung treiben die Nachfrage zunehmend an.

Neue Vorgaben verändern den CO2-Markt

Die Science Based Targets initiative (SBTi) veröffentlicht den weltweit am weitesten verbreiteten Rahmen für Klimaziele von Unternehmen. Der überarbeitete Corporate Net-Zero Standard V2.0, der im Juni 2026 finalisiert wurde, verändert die Rolle von CO2-Entnahmen grundlegend.

Der Standard führt das Konzept der Ongoing Emissions Responsibility ein, wonach Unternehmen für die Emissionen Verantwortung übernehmen müssen, die sie auf dem Weg zu Net-Zero weiterhin verursachen. 

Ab 2035 werden CO2-Entnahmen für große Unternehmen verpflichtend: zunächst für mindestens ein Prozent der laufenden Emissionen, mit einem steigenden Anteil dauerhafter Entnahmen.

Bis zum Netto-Null-Zieljahr steigt der Anteil auf 100 Prozent der verbleibenden Restemissionen. Damit ist ein verbindlicher Zeitplan gesetzt. 

Die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten von CO2-Zertifikaten lassen sich wie folgt zusammenfassen:

1. Historische Emissionen berücksichtigen
Freiwillig, aber empfohlen

Unternehmen können CO2-Entnahmen oder hochwertige Vermeidungszertifikate finanzieren, um Verantwortung für Emissionen zu übernehmen, die vor ihrem Basisjahr entstanden sind. Dies wird anerkannt, aber nicht auf ein Klimaziel angerechnet.

2. Laufende Emissionen berücksichtigen
Zunächst freiwillig, ab 2035 für große Unternehmen verpflichtend

Während Unternehmen ihren Reduktionspfad verfolgen, sollen sie zusätzlich Klimaschutz außerhalb ihrer eigenen Wertschöpfungskette finanzieren, proportional zu ihren noch nicht vermiedenen Emissionen. Sowohl Vermeidungs- als auch Entnahmezertifikate sind zulässig, ab 2035 nur Entnahmen.

3. Eine Zielverfehlung ausgleichen
Freiwillig, neu mit SBTi V2.0

Wenn ein Reduktionsziel verfehlt wird, kann die Lücke durch Entnahmen oder hochwertige Vermeidungszertifikate in Höhe des Fehlbetrags ausgeglichen werden. Dies wird als Rechenschaftspflicht für das verfehlte Volumen anerkannt, nicht jedoch als Erreichung des Ziels.

4. Neutralisierung von Restemissionen
Verpflichtend 

Auch wenn ein Unternehmen seine Emissionen um 90 % oder mehr reduziert, bleiben unvermeidbare Restemissionen übrig. Diese müssen zwingend durch dauerhafte CO2-Entnahmen neutralisiert werden. Hierfür sind ausschließlich Zertifikate aus Entnahmeprojekten zugelassen – mit einem stetig steigenden Anteil langlebiger Speicherverfahren bis zum Net-Zero-Zieljahr und darüber hinaus.

Tausende Unternehmen haben ihre Klimaziele von der Initiative SBTi offiziell prüfen und bestätigen lassen.

Jedes Unternehmen mit einem validierten Net-Zero-Ziel hat damit einen klaren Zeitplan für den Erwerb von CO2-Entnahmen vor sich. 

Das ist der stärkste einzelne Treiber für die künftige Nachfrage auf den freiwilligen CO2-Märkten: Aus einer wissenschaftlichen Empfehlung wird eine strategische Pflichtaufgabe für die Unternehmensführung mit festen Fristen. 

Standards wie die der SBTi verwandeln CO2-Entnahmen somit von einer freiwilligen Ermessensausgabe in eine betriebliche Kernverpflichtung – und schaffen so eine stabile Grundlage für langfristiges Marktwachstum.


Die Regulierungsbehörden haben gehandelt

Die Europäische Union hat den ersten verbindlichen Rahmen für CO2-Entnahmen geschaffen. Die Carbon Removal and Carbon Farming Regulation (CRCF), in Kraft seit Dezember 2024, definiert EU-weite Zertifizierungsregeln für dauerhafte CO2-Entnahme, Carbon Farming und die Speicherung von Kohlenstoff in Produkten. 

Mit den ersten delegierten Rechtsakten zu den Zertifizierungsmethoden, die im Februar 2026 verabschiedet wurden, wird der Rahmen nun operativ.

Zertifikate, die unter der CRCF zertifiziert werden, können zunächst für öffentliche und freiwillige Zwecke genutzt werden.

In einem zweiten Schritt sollen sie auch für die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben (regulierte Märkte) zugelassen werden.

CO2-Entnahmemethoden im EU-Zertifizierungsrahmen (CRCF).

Im Juli 2026 hat die Europäische Kommission vorgeschlagen, dauerhafte CO2-Entnahmen offiziell in das EU Emissions Trading System (EU ETS), den weltweit größten regulierten Markt für CO2-Zertifikate, zu integrieren.

Vereinfachte Darstellung der Integration von CO2-Entnahme-Zertifikaten

Blog-Artikel: Vom Nischenmarkt zur Milliarden-Chance: Die Integration von dauerhaftem CDR in das EU-ETS

Als Methoden qualifizieren sich hierfür vor allem technische Speicherlösungen wie BECCS (Bioenergie mit CO2-Abscheidung) sowie DACCS (direkte CO2-Abscheidung aus der Luft).

Für den Zeitraum von 2031 bis 2040 wird daraus ein Marktvolumen von bis zu 50 Milliarden Euro erwartet. 

Die Richtung ist klar: Verpflichtete Käufer in Europa werden noch in diesem Jahrzehnt für CO2-Entnahmen bezahlen.

Junger, aber schnell wachsender Markt

Die Lücke zwischen zukünftiger Verpflichtung und aktuellem Angebot ist erheblich. Nach Angaben von Carbon Direct machten CO2-Entnahmen 2025 nur rund fünf Prozent der stillgelegten CO2-Zertifikate aus, obwohl der Terminmarkt deutlich aktiver ist.

Bei Termingeschäften verpflichten sich Käufer heute dazu, in den kommenden Jahren CO2-Mengen abzunehmen – meist über sogenannte Abnahmeverträge ("Offtake" auf English), vergleichbar mit Power Purchase Agreements bei Solar- oder Windprojekten. Der Preis wird bereits jetzt festgelegt, bezahlt wird jedoch überwiegend erst später, bei Lieferung.

2025 wurden Abnahme- und Terminverträge im Wert von 13,7 Milliarden US-Dollar angekündigt, mehr als das 14-Fache des Werts aller tatsächlich stillgelegten Zertifikate am Spotmarkt (Sylvera, Carbon Trends, Juli 2026). Das gilt für alle Arten von CO2-Zertifikaten, besonders ausgeprägt ist es aber bei neuartigen, technologiebasierten Entnahmen, denn diese Verträge finanzieren überwiegend Projekte, die heute noch nicht existieren.

Wachstum des Marktes für dauerhafte CO2-Entnahmen seit 2020, in Millionen vertraglich vereinbarter tCO2. Das Donut-Diagramm zeigt die aktuelle Lieferquote von 3,4 %.

Die Nachfrage konzentriert sich derzeit stark auf einige wenige große Käufer wie z.B. Microsoft, Google, JPMorgan, Airbus, Amazon, Boeing, Stripe, Shopify und Swiss Re. 

Diese Unternehmen gehören zu den Pionieren – zu den wenigen Prozent der Akteure, die bereits gehandelt haben. 

Genau darin liegt die Chance: Jedes Unternehmen mit einem SBTi-Klimaziel und alle Teilnehmenden am EU ETS sind potenzielle zukünftige Käufer.

Preissignale

Die Preise für CO2-Entnahmen decken eine breite Spanne ab.

Zertifikate für Pflanzenkohle werden auf Registern wie Puro.earth, Isometric oder Rainbow für etwa 110 bis 400 Euro pro Tonne gehandelt, während Zertifikate aus der direkten Luftabscheidung (Direct Air Capture) 400 bis 1000 Euro pro Tonne kosten können.

Am anderen Ende der Skala werden Emissionsreduktionszertifikate für Super-Treibhausgase wie Deponiemethan für 10 bis 40 Euro pro Tonne verkauft.

Unternehmen mit begrenztem Budget werden daher heute Reduktionen priorisieren und im Laufe der Zeit zu Entnahmen übergehen, sofern sie die Wahl zwischen beidem haben.

Genau diesen Übergang beschreiben die Oxford Offsetting Principles – ein Leitfaden, der darauf ausgelegt ist, CO2-Kompensation an den Net-Zero-Zielen auszurichten.

Der Anteil von Entnahmen in den Unternehmensportfolios steigt, sobald die Kosten sinken und die Fristen näher rücken.

Googles Ansatz mit wachsendem Anteil an CO2-Entnahmen

Google ist ein anschauliches Beispiel für diesen kombinierten Ansatz.

Das Portfolio zur „Erwärmungsneutralisierung“ (“Warming Neutralisation”) “ ermöglicht den Einsatz unterschiedlicher Zertifikatstypen über verschiedene Zeithorizonte.

  • Die Beseitigung von Super-Pollutants bremst die Erwärmung fast sofort, verliert aber an Wirkung, sobald diese kurzlebigen Gase zerfallen.

  • Naturbasierte Entnahmen kühlen über die kommenden Jahrzehnte.

  • Dauerhafte Entnahmen sind die einzige Kategorie, die die Atmosphäre permanent in Richtung vorindustrieller Bedingungen zurückführt. 

Erwärmungswirkung verschiedener CO2-Zertifikatstypen im Zeitverlauf, aus dem Google Environmental Report 2026.

Google hat seinen Anteil an dauerhaften Entnahmen daher kontinuierlich erhöht. Dazu gehört unter anderem eine Vereinbarung über 200.000 Tonnen Pflanzenkohle-Zertifikaten im März 2026

Gleichzeitig will Google die Zertifikate für besonders klimaschädliche Gase durch langlebigere Zertifikate ersetzen, sobald deren Wirkung ausläuft.

Das Portfolio beginnt mit schnellen, kostengünstigen Maßnahmen und entwickelt sich hin zu dauerhaften CO2-Entnahmen. Diesem Entwicklungspfad dürften künftig viele weitere Unternehmen folgen. 

Warum das für Investoren relevant ist

Die Entwicklung erinnert an die frühen Märkte für Wind- und Solarenergie, in denen einige wenige große Technologiekonzerne die ersten Verträge unterzeichneten.

Diese Verträge schufen ein Muster, senkten die Finanzierungskosten und zogen eine zweite Generation von Käufern an. 

Jetzt zeichnet sich eine ähnliche Entwicklung ab, mit einem entscheidenden Unterschied: Diesmal beschleunigt die Regulierung die zweite Wachstumswelle. 

Für Privatanleger und institutionelle Investoren liegt die investierbare Ebene in der Infrastruktur und in den Verträgen statt in einzelnen Zertifikaten.

Carbon Finance bedeutet, Projekten Kapital im Gegenzug für einen Anteil an den Zertifikaten bereitzustellen, die diese in Zukunft erzeugen werden.

Carbon Assets sind die daraus resultierenden Rechte an verifizierten CO2-Zertifikaten – also Zertifikate, die von einem unabhängigen Standard geprüft und ausgestellt wurden. 

Ein Unternehmen, das ein Portfolio solcher Rechte hält, profitiert von der oben beschriebenen Nachfrageverschiebung, ohne selbst eine einzige Anlage betreiben zu müssen.

Fazit

CO2-Entnahmen werden zunehmend verpflichtend.

Nicht, weil sie gegenüber Emissionsreduktionen überlegen wären, sondern weil es für verbleibende Emissionen keine andere Lösung gibt.

SBTi V2.0 legt den Zeitplan für Unternehmen fest, während die CRCF und der Vorschlag für das EU ETS die erste regulatorische Nachfrage in Europa schaffen. 

Entnahmezertifikate machen heute nur rund fünf Prozent aller stillgelegten CO2-Zertifikate aus, und die Nachfrage hängt stark von einer kleinen Gruppe großer Käufer ab. 

Genau in dieser Lücke zwischen einer wachsenden Verpflichtung und einem begrenzten Angebot erzielt Carbon Finance ihre Rendite.

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Verfolge die Nachfrage, bevor sie entsteht

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