19. August 2025

CO2-Politik in der EU, Serie (2/4): EU-Mitgliedstaaten als Vorreiter – Nationale Fortschritte in der CDR-Politik

Lesezeit: 12min

In der ersten Ausgabe dieser Serie haben wir die Vorreiterrolle Deutschlands bei der Beschaffung von CO₂-Entnahmen (CDR) mit einem geplanten Bundesetat von 476 Millionen Euro beleuchtet (Teil 1/4). In diesem zweiten Teil widmen wir uns weiteren europäischen CDR Vorreiterstaaten Großbritannien, Schweden, Dänemark und der Schweiz.

Vereinigtes Königreich

Die Klimaschutzpolitik des Vereinigten Königreichs in Bezug auf Net-Zero stellt eine gesetzlich verankerte Grundverpflichtung dar. Der Climate Change Act von 2008, der 2019 angepasst wurde, verpflichtet die Regierung rechtlich verbindlich dazu, bis 2050 Net-Zero zu erreichen.

Netto-Null-Strategie und CO2-Budgets

Die staatliche Strategie, vor allem festgehalten in der Net Zero Strategy: Build Back Greener (2021) und den darauffolgenden Plänen, setzt auf eine Kombination aus direkten Emissionsreduktionen und CO2-Entnahmen.
Das Vereinigte Königreich hat rechtlich verbindliche „Carbon Budgets“ eingeführt, die die Emissionsmenge über aufeinanderfolgende Fünfjahreszeiträume begrenzen.

Ein großer Teil der Strategie konzentriert sich zwar auf direkte Reduktionen in Sektoren wie Energie, Verkehr und Industrie, die Regierung erkennt aber an, dass in schwer zu dekarbonisierenden Bereichen wie Luftfahrt und bestimmten Industrien Restemissionen verbleiben werden.
Genau hier werden Carbon Credits und CO2-Entnahmen zu einem wichtigen Baustein auf dem Weg zu Net Zero.

Ziele für die Beseitigung von Treibhausgasen (GGRs)

Das Vereinigte Königreich hat Ziele für CO2-Entnahmen definiert, die dort als „Greenhouse Gas Removals (GGRs)“ bezeichnet werden: mindestens 5 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr aus „engineered“ removals bis 2030, rund 23 Mio. Tonnen bis 2035 und 75–81 Mio. Tonnen bis 2050.
Das UK Department for Energy Security and Net Zero (DESNZ) hat bereits 2023 gemeinsam mit ERM einen Bericht zu Standards und Methoden für technische GGRs veröffentlicht und damit die Grundlage für die spätere Integration gelegt.

Quelle: MRV for GGR Technologien


Direkte Einbeziehung von technisch hergestellten CDR in das Emissionshandelssystem bis 2029

Ein wichtiger politischer Schritt ist die geplante Integration von Greenhouse Gas Removals in das britische Emissionshandelssystem (ETS).
Nach dem Brexit verließ das Vereinigte Königreich das EU-ETS mit Ende der Übergangsphase im Januar 2021. Als Ersatz wurde gemeinsam mit Schottland, Wales und Nordirland das eigenständige UK Emissions Trading Scheme (UK ETS) geschaffen.
Das System setzt eine Obergrenze für Emissionen in besonders emissionsintensiven Sektoren.
Während die politischen Diskussionen über eine mögliche Verknüpfung des EU- und UK-Emissionshandelssystems weiterlaufen (EU Briefing), hat die UK ETS Authority im Juli 2025bestätigt, dass GGRs in das ETS integriert werden sollen. Ziel ist ein operativer Start bis Ende 2029, nachdem die notwendige Gesetzgebung bis 2028 geschaffen wurde.


Quelle: UK Government

Das ist ein entscheidender Schritt und macht das Vereinigte Königreich zu einer der ersten großen Volkswirtschaften, die CDR direkt als Compliance-Option in ihr ETS aufnehmen.
Künftig entsteht damit ein regulierter Markt, in dem Unternehmen entweder ihre Emissionen senken oder geprüfte Removal-Zertifikate kaufen können, um ihre Verpflichtungen zu erfüllen.

Die wichtigsten bekannten Elemente sind

  • Projektarten: Der erste Fokus liegt auf technischen Entnahmen wie DAC und BECCS. Die Regierung prüft außerdem die Einbeziehung hochwertiger Wald-Entnahmen, eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus.

  • Ex-post only: Removal-Zertifikate sollen nur ex post, also nach der Verifizierung, vergeben werden.

  • Permanenz: Die Projekte müssen eine Mindest-Speicherdauer von 200 Jahren nachweisen.

  • Qualität matters: Der politische Rahmen enthält strenge Kriterien, darunter einen neuen UK GGR Standard, der aktuell entwickelt wird.

  • UK first: Zunächst sollen nur Entnahmen aus dem Vereinigten Königreich anrechenbar sein.

  • Buffers: Das ETS soll zur Absicherung Buffer Pools vorhalten.

  • Die UK ETS Authority plant, die Gesamtobergrenze beizubehalten, indem Emissionszertifikate eins zu eins durch GGR-Zertifikate ersetzt werden. So bleibt der Anreiz für echte Emissionsreduktionen erhalten.

Dieser Schritt soll stabile finanzielle Anreize für die Entwicklung von CO2-Entnahmetechnologien und Projekten schaffen.

Schweden

Schwedens Klimapolitik gehört weltweit zu den ambitioniertesten und ist gesetzlich so verankert, dass sie langfristige Stabilität und klare Signale an den Markt gibt.

Rechtlicher Rahmen

Das schwedische Klimagesetz von 2017, das 2018 in Kraft trat, verpflichtet die Regierung dazu, eine Klimapolitik auf Grundlage nationaler Ziele zu verfolgen. Dieses Rahmenwerk ist ein zentraler Bestandteil von Schwedens Verpflichtung gegenüber dem Pariser Abkommen.
Das Land hat sich das rechtlich verbindliche Ziel gesetzt, bis 2045 Netto-Null-Treibhausgasemissionen zu erreichen und danach negative Emissionen anzustreben.
Dafür müssen die nationalen Emissionen um mindestens 85% gegenüber 1990 sinken; der verbleibende Teil soll über „supplementary measures“ ausgeglichen werden, zu denen ausdrücklich auch Carbon Removals gehören, insbesondere Bioenergy with Carbon Capture and Storage (BECCS).
Schweden hat außerdem die Änderung von Artikel 6 des London-Protokolls offiziell angenommen. Dieses internationale Abkommen schützt die Meeresumwelt, indem es das Abladen von Abfällen im Meer verbietet, und ermöglicht Schweden dadurch bilaterale Vereinbarungen zur CO2-Speicherung unter dem Meeresboden.
Damit wird Schwedens nationale Bio-CCS-Strategie direkt unterstützt.

Starke Incentives für BECCS

Die schwedische Regierung hat für Bio-CCS insgesamt SEK 36 Milliarden bzw. rund

3 Milliarden Euro von 2026 bis 2046 vorgesehen. Die Mittel sollen über wettbewerbliche Reverse Auctions vergeben werden.

Quelle SINTEF

Bio-CCS-Auktionen: So funktioniert es

Projektentwickler konkurrieren darum, den niedrigsten Preis pro Tonne biogenem CO₂ anzugeben, das abgeschieden und gespeichert wird. Der Staat unterstützt anschließend die erfolgreichen Bieter über einen Zeitraum von 15 Jahren finanziell.

Erste Auktion

Die erste Reverse Auction für BECCS-Förderung wurde Ende 2024 gestartet. Gewonnen hat die Ausschreibung Stockholm Exergi, ein großer Energieversorger.
Ihr siegreiches Gebot für das Projekt BECCS Stockholm sicherte eine Förderung von mehr als SEK 20 Milliarden, also etwa 1,7 Milliarden Euro. Diese Mittel werden über maximal 15 Jahre ausgezahlt, beginnend ab dem Zeitpunkt, an dem das abgeschiedene CO2 dauerhaft gespeichert wird.
Das Projekt umfasst die Abscheidung von biogenem CO2 aus der Biomasseverbrennung im Combined Heat and Power (CHP)-Werk von Stockholm Exergi. Das abgeschiedene CO₂ wird anschließend verflüssigt und zur dauerhaften unterirdischen Speicherung transportiert, vor allem in die Nordsee.
Zum Einsatz kommt dabei die bewährte Hot-Potassium-Carbonate-(HPC)-Technologie zur CO₂-Abscheidung.
Im Vollbetrieb soll das Projekt jährlich dauerhaft 800.000 Tonnen biogenes CO2 entfernen. Das ist eine erhebliche Menge und entspricht mehr als den jährlichen Emissionen des gesamten Straßenverkehrs in Stockholm.

Quelle: BECCS Stockholm


Im März 2025 gab Stockholm Exergi eine Investitionsentscheidung für das Projekt bekannt. Das geplante Investitionsvolumen liegt bei rund 1,4 Milliarden US-Dollar, und die Anlage soll 2028 in Betrieb gehen.

Die Rolle freiwilliger Emissionsgutschriften

Die schwedische Regierung hat ihr Fördersystem ausdrücklich so gestaltet, dass BECCS-Projektentwickler CO2-Zertifikate auch am freiwilligen Markt verkaufen können.
Das ist eine bewusste politische Entscheidung, um einen neuen Markt für Carbon Removal anzustoßen und die langfristige Abhängigkeit von Steuermitteln zu verringern.
Die Regelung schreibt vor, dass Käufer dieser Zertifikate anerkennen müssen, dass ihr Kauf zu Schwedens nationalen Klimazielen beiträgt.
Durch die Kombination dieser beiden Finanzierungsströme etabliert Schweden ein hybrides Modell, das private Investitionen in Klimaschutzlösungen fördert.
Im Mai 2025 haben Microsoft und Stockholm Exergi eine wegweisende Vereinbarung über den Kauf von CO₂-Entnahmen aus dem BECCS-Stockholm-Projekt unterzeichnet, als Erweiterung eines zuvor angekündigten Deals.

Visualisierung des geplanten BECCS-Projekts von Stockholm Energie in Värtan, Stockholm. (Quelle: Stockholm Energie)

Es handelt sich um das bisher größte Abkommen dieser Art für technische BECCS-Entnahmen und zeigt Microsofts Engagement, diese Technologien im großen Maßstab voranzubringen.
Der Vertrag läuft über zehn Jahre, und Microsoft verpflichtet sich, insgesamt 5,08 Millionen Tonnen dauerhafte Carbon-Removal-Zertifikate zu kaufen. Das entspricht einem jährlichen Kauf von etwa 500.000 Tonnen CO₂-Entnahmen.


Zu den weiteren Maßnahmen in Schweden gehören eine geplante Steuerentlastung beim Strom für Projekte mit negativen Emissionen sowie fortlaufende staatlich geförderte Forschung und Entwicklung über Programme wie Industrial Leap.

Dänemark 

Dänemark bleibt das einzige EU-Mitgliedsland mit operativen Förderanreizen speziell für CDR und Carbon Capture and Storage (CCS).


Das dänische Klimagesetz von 2020 zielt auf Klimaneutralität bis 2045 und eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 110% bis 2050 gegenüber 1990 ab. CDR spielt dabei eine Schlüsselrolle, um beide Ziele zu erreichen

Zweckgebundene Mittel und Ausschreibungen für CCS und CDR

Die dänische Regierung hat mehrere spezielle Fonds eingerichtet, insbesondere den Fund for Negative Emissions via CCS (NECCS Fund) und einen breiter angelegten CCS-Fonds. Zusammen haben diese Programme einen Umfang von über 4 Milliarden Euro.
Sie sollen Projekte langfristig und direkt unterstützen, die CO2 abscheiden und dauerhaft speichern.

Erste NECCS-Ausschreibung

Anfang 2024 schloss die dänische Energieagentur die erste Ausschreibung aus dem NECCS-Fonds ab und vergab im April 2024 Verträge an drei Unternehmen.
Diese Projekte sollen zusammen von 2026 bis 2032 jährlich 160.350 Tonnen biogenes CO2 abscheiden und speichern. Das entspricht ungefähr der jährlichen CO2-Aufnahme von rund 16.000 Hektar Wald.
Die Unterstützung erfolgt in Form einer Subvention pro dauerhaft gespeicherter Tonne CO2 und reduziert damit direkt das Projektrisiko, während gleichzeitig ein klarer Einnahmestrom entsteht.

  • BioCirc CO2 ApS: 968,5 DKK (125,9 Euro) pro Tonne CO2 bei 130.700 Tonnen jährlich

  • Bioman ApS: 1.117,5 DKK (145,3 Euro) pro Tonne bei 25.000 Tonnen jährlich

  • Carbon Capture Scotland Limited: 2.600,0 DKK (338 Euro) pro Tonne bei 4.650 Tonnen jährlich

Großere CCS-Ausschreibung

Darauf folgte eine deutlich größere Ausschreibung mit einem Budget von 28,7 Milliarden DKK bzw. rund 3,9 Milliarden Euro. Die Zuschläge werden voraussichtlich Ende 2025 oder Anfang 2026 vergeben.
Diese Ausschreibung soll bis 2030 zusätzlich 2,3 Millionen Tonnen jährliche CO2-Reduktionen bringen und ist damit ein wichtiger Meilenstein für das Erreichen der nationalen Ziele.

Source: Carbon Gap

Quelle: Carbon Gap

Der strategische Schwerpunkt auf Biokohle und geologische Speicherung

Dänemarks Ansatz ist ausgesprochen pragmatisch und breit aufgestellt. Er umfasst sowohl technische als auch naturbasierte Lösungen:

  • Biochar Carbon Removal: In Anerkennung des Potenzials von Pflanzenkohle zur Bindung von Kohlenstoff in landwirtschaftlichen Böden hat die Regierung eine eigene Pyrolysis Strategy and Work Program gestartet. Ziel ist es, bis 2030 rund 300.000 Tonnen CO₂ über Biochar zu entfernen. Dazu gehören ein geplanter Fördermechanismus für in landwirtschaftlichen Böden gespeicherte Pflanzenkohle ab 2027 sowie Vereinfachungen bei Regulierung und Umweltprüfungen. Außerdem prüft die Regierung eine landwirtschaftliche CO₂-Steuer, die mit CDR-Anreizen verknüpft werden könnte.

  • Geological Storage Hub: Dänemark will sich zu einem wichtigen europäischen Hub für CO₂-Speicherung entwickeln. Geologische Untersuchungen zeigen ein großes Potenzial im Untergrund, insbesondere in der Nordsee. Die Regierung hat bereits Lizenzen für die Erkundung und Nutzung dieser Standorte vergeben und arbeitet aktiv an internationalen Partnerschaften für grenzüberschreitenden CO₂-Transport und -Speicherung.

Schweiz

Die Schweiz entwickelt einen der strukturiertesten Ansätze in Europa, um CDR in die nationale Klimapolitik zu integrieren.

Klimaschutz- und Innovationsgesetz (CIA)

Das Climate and Innovation Act (CIA) ist ein wegweisendes Gesetz, das die langfristigen Klimaziele der Schweiz rechtlich absichert.
Es wurde im Juni 2023 per Volksabstimmung angenommen und trat am 1. Januar 2025 in Kraft. Das Gesetz führt keine neuen Steuern oder Abgaben ein, sondern setzt auf Anreize und finanzielle Unterstützung, um die Dekarbonisierung voranzutreiben.
Diese Roadmaps müssen CDR-Ziele enthalten, um sowohl direkte als auch indirekte Emissionen auszugleichen, und sie unterliegen verbindlichen Meilensteinen in Fünfjahresschritten mit Zielvorgaben für 2035, 2040 und 2050.
Beispielsweise müssen die Sektoren Gebäude und Verkehr bis 2050 eine Emissionsreduktion von 100% gegenüber 1990 erreichen. Die Verpflichtung gilt für alle Schweizer Unternehmen außerhalb der Landwirtschaft und ist Voraussetzung für finanzielle Unterstützung im Rahmen des CIA. Unternehmen werden außerdem dazu ermutigt, CDR-Ziele in ihre Net-Zero-Roadmaps aufzunehmen.

Finanzierungsmechanismen für Innovationen

Das CIA stellt zudem gezielt Mittel für innovative CO₂-Abscheidungs-, Entnahme- und Speichertechnologien bereit. Dafür sind über sechs Jahre bis zu 1,2 Milliarden Schweizer Franken (rund 1,27 Milliarden Euro) eingeplant, um Unternehmen zu unterstützen, die solche Technologien entwickeln und umsetzen.
Im Zuge dessen hat die Schweiz eine Ausschreibung für Carbon-Management-Lösungen gestartet, mit dem ambitionierten Ziel, bis 2030 Speicherkapazitäten für 500.000 Tonnen CO2 zu sichern. Damit sollen Investitionen in CDR- und CCS-Technologien aus öffentlicher und privater Hand angestoßen werden.


Strategische Partnerschaft mit Norwegen im Bereich CCUS und CDR

Norwegen und die Schweiz haben im Juni 2025 ein wegweisendes Abkommen zur Zusammenarbeit bei Carbon Capture, Utilisation and Storage sowie CDR unter Artikel 6 des Pariser Abkommens unterzeichnet.
Die Vereinbarung schafft einen rechtlichen Rahmen für den CO2-Transport und die Speicherung über Grenzen hinweg und umfasst Pilotaktivitäten, um zu testen, wie internationale Kohlenstoffmärkte zwischen zwei Industriestaaten funktionieren können.


Schweiz und Norwegen vereinbaren Zusammenarbeit für CO2-Transport, Speicherung und Carbon Removal. (Quelle: BAFU/Schweizer Eidgenossenschaft)


„Dieses Abkommen ist ein pionierhafter Schritt. Es ermöglicht uns zu prüfen, wie die internationale Zusammenarbeit im Bereich CCS und CDR in der Praxis funktionieren kann – mit hoher Umweltintegrität und zum gegenseitigen Nutzen. Norwegen verfügt über mehr als 27 Jahre Erfahrung mit der sicheren und dauerhaften CO2-Speicherung, und wir sind stolz darauf, dies unseren europäischen Partnern als Dienstleistung anbieten zu können“, sagte der norwegische Energieminister Terje Aasland.
Es ist das erste Abkommen dieser Art unter Artikel 6.2 und positioniert die Schweiz als Vorreiterin bei der Verbindung von nationaler Klimapolitik und internationalen Kohlenstoffmärkten.


Zusammenfassung

Europas CDR-Vorreiter übersetzen Klimaziele zunehmend in Marktmechanismen. Die Integration des UK ETS schafft regulierte Nachfrage, Schwedens Reverse Auctions setzen Preisanker für BECCS, Dänemarks milliardenschwere Fonds senken das Risiko und skalieren das Angebot, während die Schweiz Unternehmenspflichten mit grenzüberschreitendem Artikel-6-Handel verknüpft.
Zusammen bilden diese politischen Maßnahmen nicht nur Klimaschutzinstrumente, sondern die frühe Architektur eines europäischen CDR-Marktes, der bestimmt, wie Kapital fließt, wie Credits bepreist werden und wie Entnahmen in Compliance-Systeme integriert werden.


Die Rolle von Planet2050 bei der Kohlenstoffentfernung

Planet2050 stellt Projektentwicklern im Bereich Carbon Removal frühzeitig Kapital zur Verfügung – im Austausch gegen zukünftige CO2-Zertifikate. Dabei wird eine Kombination aus Eigenkapitalbeteiligungen, Carbon-Streaming-Vereinbarungen und Forward Contracts genutzt.
Durch Vorabfinanzierung, technisches Know-how und den engen Austausch mit Projektentwicklern baut Planet2050 ein hochwertiges Portfolio auf – und zugleich eine neue Infrastruktur für die Klimawirtschaft. Die Beobachtung von Politik- und Marktbewegungen ist dabei zentral, um Investitionsentscheidungen zukunftssicher zu machen und sie an die zunehmende Institutionalisierung des noch jungen Carbon-Removal-Marktes anzupassen.

Chancen für eine neue Generation von Klimainvestoren

Für Investorinnen und Investoren entsteht damit Zugang zu einer neuen klimabezogenen Anlageklasse mit langfristigem Wachstumspotenzial.
Planet2050 plant, diese Investments künftig über traditionelle Private-Finance-Strukturen hinaus einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen – über ein geplantes Börsenlisting in Europa.
Mehr dazu hier: https://planet2050.earth/investors 

Unsere vierteilige Reihe zur EU-Klimapolitik

Das war Teil 2 unserer vierteiligen EU-Carbon-Policy-Serie. Lies auch Teil 1 über Deutschlands Vorreiterrolle und bleib dran für die nächsten Teile.
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